Mein kleines EDV Logbuch

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Gruppenrichtlinie für lokalen Benutzer ausrollen

Die GPO werden für lokale Benutzer trotz der Loopback Einstellung nicht gezogen. Das ist kein Bug, sondern by Design. Mit ein paar Tricks kann man eine Gruppenrichtlinie trotzdem lokal ausrollen, ohne die Einstellungen manuell vornehmen zu müssen.

1. Gruppenrichtlinie identifizieren
In der Gruppenrichtlinienverwaltung die ID der Gruppenrichtlinie (Reiter Details) notieren
2. Gruppenrichtlinie kopieren
Unter
C:\Windows\SYSVOL\\Policies
die Gruppenrichtlinie anhand der ID identifizieren, den Inhalt aus dem Ordner kopieren.
3. Lokale Computerkonfiguration
Die lokale Computerkonfiguration wird unter C:\Windows\System32\GroupPolicy gespeichert. Einfach den kopierten Inhalt dort einfügen.
4. Lokale Benutzerkonfiguration
Die lokale Benutzerkonfiguration wird unter einem Unterordner von C:\Windows\System32\GroupPolicyUsers gespeichert. Genauer gesagt entspricht der Name des Unterordners der SID des Benutzers. Um hier einen Ordner mit dieser SID von Windows anlegen zu lassen kann man die MMC starten, Gruppenrichtlinienobjekt-Editor wählen, hinzufügen klicken, in dem aufpeppenden Fenster Durchsuchen wählen, Reiter Benutzer anklicken, Benutzer auswählen, Ok. Nun eine Einstellung in den Gruppenrichtlinien vornehmen, die sowieso vorgenommen werden soll. Dann die unter Punkt 2 kopierten Dateien nach C:\Windows\System32\GroupPolicyUsers unterhalb des Ordners mit der Benutzer SID kopieren.

Fehlende ADMX Dateie, wie z.B. bei Office sollten vorher nach C:\Windows\PolicyDefinitions kopiert werden.

Switch unter Linux per Serieller Console konfigurieren

Es gibt verschiedene Methoden ein TTY Device unter Linux anzusprechen. Z.B. über Putty oder Minicom. Minicom kann auch über serielle Modems raus wählen. Ich nutze aber gerne das Programm Screen. So stellt man die Verbindung über einen USB zu Serial Konverter per Screen her:

screen /dev/ttyUSB0 9600

COM1 ist z.B. normalerweise /dev/tty0

Programme / Software deinstallieren

Erst per WMI die passende Software finden und dann die Deinstallation auslösen

$app = Get-WmiObject -Class Win32_Product | Where-Object { 
    $_.Name -match "Programm Name" 
}

$app.Uninstall()

Oder direkt per WMI filtern (schneller)

$app = Get-WmiObject -Class Win32_Product -Filter "Name = 'Programm Name'"

Deinstallation von Software per Powershell

$app = Get-WmiObject -Class Win32_Product | Where-Object { $_.Name -like "java 8 update 111*" -or $_.Name -like "microsoft office file validation*"}
$app | foreach-object {$_.uninstall()}

Deinstallation per CMD

wmic product where "name like '%Adobe Acrobat%' And NOT name LIKE '%Extended%'" call uninstall /nointeractive

Welche Programme gefunden werden überprüft man z.B. mit folgendem Kommando:

wmic product where "name like '%%Adobe Acrobat%%' And NOT name LIKE '%%Extended%%'" get name

In Batch Datei einbinden

Wird der obige Befehl in einer Batch Datei eingebunden, muss auf das Escaping geachtet werden. Das Prozentzeichen ist ein spezieller Character. Das Prozentzeichen muss daher doppelt angegeben werden. Der Befehl muss dann so lauten:

wmic product where "name like '%%Adobe Acrobat%%' And NOT name LIKE '%%Extended%%'" call uninstall /nointeractive

Linux fehlerhafte Sektoren reparieren

Ohne Rücksicht auf das Dateisystem:

badblocks -svn /dev/sda

Dateisystem ext2:

e2fsck -c /dev/sda1

Linux Partition mit parted erstellen

sudo parted -a optimal /dev/sda
(parted) mklabel gpt (oder msdos)
(parted) mkpart primary ext2 0% 100%
(parted) set 1 lvm on (optional, lvm aktivieren)

CAB Dateien per DISM installieren

Microsoft verteilt seine Updates oft als CAB Datei. Man die Dateien unter http://download.windowsupdate.com herunterladen.

Die Archivdateien tragen üblicherweise die Dateinamenserweiterung .cab und haben den MIME-Typ application/vnd.ms-cab-compressed bzw. application/x-cab-compressed.

Windows Programme per WMI deinstallieren

Als Admin kann man die WMI Schnittstelle nutzen, um Programme zu deinstallieren. Das ist z.B. dann praktisch, wenn man Remote als normaler Benutzer angemeldet ist und UAC deaktiviert ist oder dem Benutzer die Liste der installierten Programme nicht angezeigt wird. Hier hilft als Admin eine CMD zu starten und die Software darüber zu deinstallieren.

Windows MTU für Verbindungen ermitteln und ändern

Die Maximal Transmission Unit (MTU) bestimmt wie groß ein Datenpaket maximal ausfallen darf. Wie den meisten bekannt sein dürfte, werden die Daten bei Netzwerkverbindung in Datenpakete aufgeteilt und beim Empfänger wieder zusammen gesetzt.

Linux Dateiattribute ändern

Dateiattribute ändert man mit dem Befehl chattr

man chattr

Zum Beispiel kann mit dem Switch -i ein Attribut gesetzt werden, durch dass Dateien nicht geändert oder gelöscht werden dürfen, außer vom Superuser.

chattr -i

Windows Dateiberechtigungen per CMD übernehmen

Wie man Dateiberechtigungen über die Kommandozeile vergibt zeigt dieses kleine Beispiel.

icacls.exe "c:\Verzeichnis" /T /grant:r "BENUTZER":(OI)(CI)F

Erklärung:

  • c:\Verzeichnis = Zielordner, auf den der Befehl angewendet werden soll.
  • /T = Alle Unterverzeichnisse/Dateien
  • /grant:r = :r bedeutet, dass alle explizit gesetzten Berechtigungen durch diese Berechtigung ersetzt wird. Ohne :r werden die Berechtigungen den bisherigen hinzugefügt.
  • „Benutzer“ = Das Benutzer/Gruppenobjekt, z.B. „Domain\Benutzer1“ oder als lokaler Benutzer einfach „Benutzer1“
  • (OI)(CI) = Objektvererbung und Containervererbung
  • F = Vollzugriff

Für mehr Infos:

icacls.exe /?

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